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Teilnehmende 2021

Arves Trio (Berlin, HfM)

Davit Khachatryan, Violine
Rahel Weymar, Violoncello
Hratschya Gargaloyan, Klavier

Das Arves Trio wurde 2015 gegründet. Der Name Arves Trio kommt aus dem Armenischen: „Arvest“ bedeutet „Kunst“. Da Davit Khachatryan (Violine) und Hratschya Gargaloyan (Klavier) aus Armenien stammen, soll auf diese Weise auch ein Teil der armenischen Kultur im Ensemblenamen sichtbar werden. Der Begriff „Kunst“ wird zum einen auf die Musik, zum anderen auf den Leitsatz „Musik ist Sprache“ bezogen. Das Musizieren miteinander ist Kommunikation, und das soll für das Publikum hör- und sichtbar werden. Während der Probenarbeit legen die jungen Musiker*innen den Fokus besonders auf transparentes, kontrastreiches und extremes Musizieren. Dies schließt nicht aus, dass sie den Notentext durchaus wörtlich nehmen und versuchen, so dem Komponisten in Abwägung mit der eigenen Interpretation gerecht zu werden.

Die drei Musiker*innen leben in Berlin und Hamburg und schlossen ihren Bachelor mit ihrem Instrument im Hauptfach an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin ab. Derzeit studieren sie dort als Trio im Master Kammermusik bei Prof. Jonathan Aner. Zu ihren Lehrern zählen außerdem Prof. Thomas Hoppe, Prof. Wayne Foster-Smith, Prof. Alexander Vitlin und Thomas Lange. Meisterkurse absolvierten sie u. a. bei Angelika Merkle und Hubert Buchberger.

Die Musiker*innen konzertieren außerhalb des Trios sowohl solistisch, in anderen Kammerensembles als auch mit Orchestern wie z. B. den Bremer Philharmonikern und dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin.

Das Trio tritt deutschlandweit wie international auf unterschiedlichsten Bühnen und in verschiedenen Konzertreihen auf. Seit 2018 ist es Stipendiat von Yehudi Menuhin Live Music Now e. V. Berlin. Die Konzerte in verschiedenen sozialen Einrichtungen und die Arbeit mit dem Schauspieler Martin Schnippa veränderten für sie maßgeblich den Bezug zwischen Wort und Musik.

Der persönliche Kontakt im Konzert, auffallend gestaltete Moderationen, Lesungen von Romanauszügen oder Poesie im Zusammenhang mit der Musik erschaffen auf mehreren Ebenen eine Intimität zwischen Zuhörer*innen und Musiker*innen.

Eine Tournee als Gast einer Grafschaft nach Süditalien war ein Schlüsselerlebnis für die Musiker*innen. Wenn Mendelssohn Bartholdy und Schumann in uralten und düsteren Kathedralen und auf höfischen Weingütern erklingen, wird die Musik in ein anderes Licht gestellt und bekommt eine neue Farbe.

Seitdem ist es dem Trio eine Herzensangelegenheit, immer wieder an unentdeckten Orten wie Klosterscheunen oder historisch restaurierten Gutshöfen zu spielen, um der ursprünglichen Hof- und Hausmusik im großen Stil ihre Aufmerksamkeit zu schenken.

Stand: Dezember 2020